Freitag, 8. August 2008

Es geht weiter!



Was sollte ich nun tun? Ich hatte noch gut 1 Woche Urlaub und hatte schon immer ein Problem damit, den Urlaub zu Hause zu verbringen.
Der Trupp ist auf dem Weg Richtung Osnabrück, ich wußte, wo der Nachtplatz ist und ab morgen sind sie nur noch schwer einzuholen. Also jetzt oder nie!

Mein Roller hatte bei dem Unfall auch etwas abbekommen und schied für solche Strecken aus. Als Alternative bot sich der Heinkel meiner Schwester an, der es gewohnt war, die "Sporen" zu kriegen. Man konnte ihn zwar nicht so gut beladen, aber dafür war er sehr viel flotter, vor allem am Berg.

Ich wurde gegen 5:00 Uhr von meiner Katze geweckt, die wohl der Meinung war, ich müsse unbedingt zur Arbeit.
Um 6:30 stand ich dann in der Garage, um noch einiges zu überprüfen. Zylinderkopf, Ventile, Zündung, Bowdenzüge, Zustand der Reifen, Schaltung, Ölwechsel. Alles wurde erledigt oder überprüft. Der Roller ist bereit.

Nun aber schnell gepackt, denn ich wollte ja "noch kurz" nach Osnabrück und das über Land, knapp 300 Kilometer.
Da ich nicht einfach umladen konnte, wurde stark reduziert, um nicht zu sagen auf ein Minimum gepackt. Luxus beschränkt sich jetzt auf Wechselwäsche und Waschzeug. Da es mir zu "normal" aussah, dachte ich mir, ich fahr mal mit "Mantel und Halbschale". Da die Halbschale nun aber nicht nur bescheuert aussieht, sondern auch nicht sicherer als eine halbe Kokosnuß ist, blieb sie aus Sicherheitsgründen dann doch zu Haus. Bei dem Wetter und durch das Gelände, was jetzt kommen würde, war es ein Gebot der Vernunft. Ein klein wenig wurde halt auch mir mitgegeben.

Als ich um 14:30 Uhr starten wollte, regnete es bereits seit Stunden in Strömen. Ich plünnerte mich an, wobei mir mächtig warm wurde. Als ich fertig war, hörte es auf zu regnen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass mich jemand verarschen wollte. Nichts desto trotz behielt ich meine Kluft an, denn es würde mit Sicherheit noch einiges regnen. Und ......... wie sollte es auch anders sein, es regnete natürlich nicht. Ich sah zwar immer wieder schwarze Wolken, aber sie blieben in respektvollem Abstand und warteten darauf, dass ich die Regenkleidung ausziehen würde. Nichts da, nicht mit mir.

Ich brauchte 1,5 Stunden aus dem total verstopften Hamburg und nicht nur dem Roller wurde warm um's Herz. Dann konnte ich endlich bei bestem Wetter "Schnur" geben. Um 19:30 Uhr kam ich im Waldbad bei Schledehausen an und wurde freudig begrüßt. Für Verpflegung war gesorgt worden und es wurde noch ein netter Abend.