Montag, 4. August 2008

Das Ende naht!


Diesen Teil des Blogs veröffentliche ich erst jetzt, da ich erst mal in Ruhe überlegen musste, was ich schreibe und was nicht.

Die ganze Nacht hat es heftigen Regen in Verbindung mit einer „steifen Briese“ gegeben. Ein Großteil der Zelte hatte mehr oder weniger leichte Leckagen und sind abgesoffen.
Hans und Christel sind diejenigen, die mit Abstand das älteste Zelt auf dieser Tour dabei haben. Es stammt mit Sicherheit noch aus den 60gern und ist noch aus guter alter und schwerer Baumwolle. Etwas verblichen, aber heil.


(Hier links im Bild)

Als ich die beiden fragte, wie es bei ihnen aussieht, antworteten die beiden: „Alles nass, das Wasser ist wohl durch die alten nicht mehr ganz dichten Nähte gekommen.“ Ich bekomme den Wortlaut leider nicht mehr ganz genau hin. Woran ich mich aber genau erinnern kann, es folgte ein: „Herrlich, genau wie früher“ und beide lachten wirklich herzhaft. Ich finde, die beiden sind zu beneiden, nichts scheint Ihnen ihre gute Laune verderben zu können.
Es wurde noch etwas getrocknet und dann gepackt.

Beim Frühstück passierte ein kleines aber nicht sehr schönes Malheur. Klaus war am Vorabend noch rum gegangen und hatte gefragt, wer alles Frühstück bestellen möchte. Es waren genau 20 Personen die sich dazu angemeldet hatten. Als Lutz und Elvira zum Frühstück kamen, waren keine Brötchen und kein Ei mehr da und wir waren 22 Personen. Es hatten sich also zwei ohne Bestellung dazugesellt. Es wurde noch etwas für die beiden zusammen gesammelt, damit sie auch etwas hatten. Mehr war in der Kürze nicht zu machen.

Unsere Gruppe löste sich als letztes vom Platz und hatte die Gruppe von Lutz nach einigen Kilometern eingeholt. Lutz stand an der Seite und demontierte seinen notdürftig geflickten Luftfilter. Diese Lösung funktionierte nicht. Es wollte sich dann einen Nylonstrumpf besorgen und diesen montieren. Sein eigener scheint nicht funktioniert zu haben. Nach kurzem Halt fuhren wir dann wieder weiter, da wir für Lutz nichts tun konnten und er nach kurzer Zeit wieder fahrbereit sein würde.

Wir fuhren über schöne kleine Straßen weiter nach Norden und mieden die größeren Ortschaften.
Auch mit einem „Navi“ kann es passieren, dass man mal an einer Abzweigung vorbei fährt. Der Nachteil in der Gruppe ist nur, dass man erst mal eine Stelle finden muss, wo die Gruppe gefahrlos anhalten und wenden kann. Dabei ist es passiert, dass ich mich so auf die Abzweigungen konzentriert habe, dass ich nicht bemerkte, dass keine mehr hinter mir war. Ich hielt an und blickte mich um. Dann sah ich nur noch eine Ecke von Klaus und Toni, die an der Zweiten Abzweigung vorbei fuhren. Ich wendete und fuhr hinterher. Nach kurzer Zeit hatte ich sie eingeholt, da sie angehalten hatten. Jetzt fehlten nur noch Bernhard und Hans mit Christel. Wir wendeten und fuhren zurück bis zum ersten Wendepunkt, an dem wir noch alle zusammen waren. Die beiden blieben verschwunden. Wir warteten und beratschlagten. Da wir keine Idee hatten, wo sie geblieben sind, fuhren wir weiter. Bernhard hatte auch ein „Navi“ und sie würden sicher den Weg finden.

Mit einer schönen Pause im Grünen war nicht, da es einfach zu nass war. Unser Weg führte uns über die „Schwebefähre“ bei Rendsburg, wo wir dann eine ausgiebige Rast machten. Dabei fing es so stark an zu regnen, dass wir langsam im Wasser standen und man meinte die Flut würde kommen. Es klärte sich aber recht schnell wieder auf.




Als wir an dem Treffpunkt in Kropp ankamen, war noch keiner da und wir fuhren in den Ort, da noch reichlich Zeit war und wir noch tanken wollten. Seltsamerweise waren bereits einige Gruppen im Ort versammelt. Treffen wollten wir uns um 17:00 Uhr. Um etwa 16:40 Uhr wurde auf einmal weiter gefahren, obwohl noch nicht alle da waren. Ich wunderte mich, dachte aber die hätten sich abgemeldet, was ich auch gerne von vornherein getan hätte.

Wir fuhren nun von Kropp geschlossen nach Husum. Es war eine chaotische Fahrt. Es wurde zu dicht aufgefahren, geredet, Zeichen gegeben, die Blinker nicht wieder rein genommen und einfach unkonzentriert gefahren. Etwas 10 Kilometer vor dem Ziel kam das, was kommen musste.

Ich wurde in einen Unfall verwickelt, wobei mein „Unfallfallgegner“ (so heißt es ja leider) sich die Schulter Prellte und einige Schürfwunden erlitt. Dabei wurde sein Roller recht stark beschädigt. Ich hatte etwas mehr Glück, da ich nicht stürzte. Nur mein Anhänger wurde unfahrbar zugerichtet. …………mehr möchte ich an dieser Stelle nicht berichten.………… Der Heinkelkollege konnte zum Glück nach kurzem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause entlassen werden. Ich hoffe er erholt sich schnell wieder. Ich wünsche ihn von hier aus zumindest eine schnelle Genesung.

Auch Lutz sein Tag war es nicht gerade. Als er seinen Luftfilter mit dem neu erworbenen Nylonstrumpf verzierte, ließ seine Gruppe ihn stehen, während er sich, über seinen Roller gebeugt, mit dem Luftfilter beschäftigte.

Es sind heute viele unschöne Dinge passiert. Wie soll dass nur weitergehen???

Das Ziel lag direkt am Meer ohne Schutz vor dem Wind. Es gab noch ein sehr gutes Essen, woran ich nicht teilnahm. Das Wetter war zwar nicht kalt aber ungemütlich, so dass es ein kurzer Abend wurde.

Meine Schwester holte noch meinen Anhänger ab und ich blieb die Nacht da.