Als ich wach wurde und überlegte, wie spät es wohl sein möge, war es noch dunkel, und da machte mich auch schon der Wecker darauf aufmerksam, dass es 3:30 Uhr ist, und Zeit aufzustehen. In aller Kürze wurden die letzten Vorbereitungen getroffen, die Wohnung zu verlassen. Die letzten Sachen wurden verladen und das Navi in Betrieb genommen. Um 4:30 Uhr wurde der Motor angelassen und die Reise begann.
Es waren schon am Morgen 20,5 °C und es versprach, ein sehr warmer Tag zu werden.
Ich war vor Beginn der Hauptverkehrszeit aus Hamburg raus und fuhr ein Stück an der Elbe entlang, bevor ich nach Süden abdrehte.

Ich kam gut voran und mein Navi meinte, dass ich schon um 11:00 Uhr in Holzerode eintreffen würde. Das war mir etwas zu früh. Ich machte also etwa 80 Kilometer vor dem Ziel eine ausgiebige Pause, auf einem abgeernteten Feld, auf dem noch etwas Stroh lag, in dessen Verlauf ich aus Gründen der letzten kurzen Nächte wegdruselte und erst zwei Stunden später wieder zu mir kam.

Jetzt fiel mir langsam verstärkt auf, dass ich den Gashahn nicht richtig aufziehen konnte. Ich fuhr sozusagen nur mit halben Gas, womit man die Berge nicht wirklich gut raufkam. Es sah so aus, als wenn der Gaszug sich im Griff in Wohlgefallen auflöste. Dann mußte ich wiedererwarten an die Tankstelle und stellte einen Verbrauch von fast 3,8 Liter auf 100 km fest. Neuer Rekord, so viel hab ich bei weitem noch nie geschafft. Das muß an dem Gaszug gelegen haben, der mich dazu zwang, länger in den unteren Gängen zu bleiben. Da ich aber keinen Drang verspürte, den Gaszug unterwegs zu wechseln, fuhr ich langsam weiter und hoffte, dass er noch bis Holzerode halten würde. Es war zwar kein Vergnügen mit halben Gas im Zweiten die Steigungen zu bezwingen, aber ich schaffte es und erreichte das Vereinsgelände des Schützenvereins von Holzerode, wo wie immer das "Gänselieseltreffen" stattfinden sollte.
Das Lager wurde aufgeschlagen

(Hier mit Hauke aus Verden, der sich vom ersten Augeblick bei mir heimisch zu fühlen schien.)
und das "Gasproblem" in Augenschein genommen. Zum Glück lag es nur an der Schieberfeder, die sich in dem Haltestift der Schiebernadel verheddert hatte. Wenn ich dass gewußt hätte, dann hätte ich die Ursache unterwegs behoben. Naja, Hauptsache ich bin angekommen.
Nach allgemeiner Flucht in den Schatten und Aufnahme von reichlich Flüssigkeit wurde der "Gänselieselpokal" ausgeschossen. Ich erreichte Platz 10 und lag damit recht gut, wenn ich auch nicht ganz zufrieden war.
Nachdem die größte Hitze vorbei war, wurde geduscht. Gegen Abend setzte dann leichter Regen ein, der aber nicht von Bedeutung war.
Es war ein langer Tag und mir ist etwas schläfrig, also bis morgen.
